4. Dezember 2023
Online Shop mit Notion und Stripe
Ich zeige dir wie du einen Online Shop ohne Coding, ohne teure Tools und ohne großen Aufwand erstellst. Und das nur mit zwei kostenlosen Tools. Notion und Stripe.

Viele Gründer haben ein Problem. Sie wollen Produkte verkaufen. Und dann kommt die Frage. Naja, wie baue ich denn jetzt meinen Online Shop. Nehme ich Shopify, WooCommerce, Shopware, den Instagram Store oder eines der anderen Tools, die man so am Markt findet. Die Auswahl ist groß und oft nicht günstig oder kompliziert in der Einrichtung. 

Ich hatte keine Lust für jedes kleine Projekte einen komplexen WooCommerce Store auszusetzen. Oder zig Euro in das Shopify Abo zu stecken, nur um dann zu merken, dass das Projekt doch nicht so erfolgreich ist. Also musste ich eine Lösung finden, mit der man einfach und schnell einen Shop bauen und seine Produkte und Dienstleistungen ziemlich automatisiert verkaufen konnte. 

Dabei will ich direkt sagen, dass mein Modell nichts für große, gut laufende Shops ist. Wenn direkt nach Release große Umsätze erwartet werden, solltest du auf jeden Fall auf Shopify oder sogar auf einen mit Shopware programmierten Online Shop setzen. Solltest du aber einfach schnell starten und dich ausprobieren wollen, wirst du diese Methode lieben. Ich selbst nutze sie für alle meine Projekte und sie hat sich unglaublich bewährt. 

Was ist Notion

Notion ist grob zusammengefasst ein Notiz Tool, welches aber neben der Möglichkeit Notizen zu erstellen sehr viel mehr im petto hat. Notion kann Datenbanken speichern, Dokumente können erstellt werden und Notion kann sogar als kleinere Website dienen, wenn man seine Page entsprechend designt. Wenn du dich mehr für Notion interessierst findest du hier einen Artikel dazu. 

Jede Notion Page kann mit einem Klick im Internet veröffentlicht werden, sodass andere die Seite sehen aber nicht bearbeiten können. Hier können dann Informationen geteilt oder aufbereitet werden, um dem Kunden zum Beispiel Informationen für einen Kauf deines Produkts zu geben. Und genau hier wird es richtig spannend.

Wenn du noch keinen Notion Account hast, kannst du dir einfach einen erstellen, indem du auf den Button unten oder auf diesen Link klickst. Da es sich um Affiliate Links handelt, kannst du mich und meine Arbeit sehr unterstützen, indem du einfach meinen Link nutzt, um dich bei Notion anzumelden. Das würde mich mega freuen und mir bei meiner Arbeit sehr helfen.  

Aber bevor wir tiefer in das Konzept des Online Shops einsteigen, gucken wir uns erstmal Stripe an.  

Was ist Stripe

Mit Stripe bezahlt das Internet. So steht es zumindest auf deren Website. Stripe ist in erster Linie ein Zahlungsanbieter. Die Plattform ermöglicht es dir Zahlungen deiner Kunden anzunehmen. 

Ähnlich wie über PayPal können deine Kunden für bestimmte Produkte bezahlen. Das Geld wird dann über Stripe an dich ausgeschütet. Dabei hast du den Vorteil, dass du mit automatischer Steuerberechnung (die immer angeschaltet sein sollte) sowie der automatischen Erstellung von Rechnungen grade einmal 3% Abgaben an Stripe hast. Wenn du Zahlungen über PayPal erhällst, ist es etwas mehr. 

Kurz gesagt bedeutet das, dass du für Stripe nur dann Geld zahlst, wenn auch gekauft wird. Das ist ein extrem großer Vorteil.

Du kannst so viele Produkte anlegen, hast ein Checkout System, kannst viele unterschiedliche Zahlungsanbieter hinterlegen und hast ein Gutscheinsystem integriert, womit du deinen Freunden oder dir selbst Rabatte geben kannst. Also im Prinzip alles, was ein Online Shop an Technik braucht.  

Lass uns nun schauen, wie man aus Notion und Stripe eine Art Online Shop erstellt, mit dem du digitale und physische Produkte wie auch Dienstleistungen verkaufen kannst.  

Schritt 1: Das Produkt in Notion anlegen

Als erstes müssen wir uns überlegen welche Produkte wir verkaufen wollen. Denn je nach Produkt ist der Aufbau etwas anders. Wir gehen jetzt mal von einem digitalen Produkt aus. Da ich auch hier über die Seite Notion Templates verkaufe, nehmen wir diese Produktart einfach mal als Vorbild. 

Um Notion Templates zu verkaufen brauche ich logischerweise das Template selbst, also mein Produkt. Das Produkt bereite ich so auf, dass es meine Kunden selbstständig nutzen können. Zusätzlich zum Produkt erstelle ich eine „Onboarding Page“. Also eine Notion Seite, die genau erklärt, wie der Kunde das gekaufte Produkt für sich nutzen kann. Wie eine Art kleines Tutorial.   

Nach dem Kauf wird der Kunde auf die Onboarding Seite weitergeleitet. Von dort aus hat er Zugriff auf das Produkt und kann es nach der Einrichtung verwenden. Das Onboarding kann auch bei Dienstleistungen sinnvoll sein. So können Dienstleistungen online gebucht und anschließend über einen Terminkalender, der sich im Onboarding befindet, wahrgenommen werden. 

In diesem Bild ist einmal die Onboarding Page und das Produkt (Startup HQ) zu sehen. Nach jedem Kauf des Startup HQ, werden meine Kunden zur Onboarding Seite geleitet. Dort wird ihnen erklärt, was sie tun müssen, um das Startup HQ zu nutzen. So fühlen sich meine Kunden, beim Start in das HQ nicht überfordert.  

Schritt 2: Stripe einrichten

Um Zahlungen von deinen Kunden einziehen zu können, benötigst du einen Zahlungsanbieter. Die Vorteile von Stripe wurden oben schon erläutert. Auf Grund dieser und meiner positiven Erfahrung mit Stripe, rate ich dir auf jeden Fall Stripe als Zahlungsanbieter zu nutzen. 

Damit du das machen kannst, benötigst du einen Stripe Account. Sobald du diesen Erstellt hast, gibst du deine Unternehmensangaben an, richtest die Steuereinstellungen ein und erstellst anschließend dein Produkt.  

Bei der Produkterstellung kannst du verschiedene Zahlungsbestimmungen wählen, du kannst Abos, Einmal- oder Mehrfachzahlungen anbieten. Neben den preislichen Einstellungen, kannst du eine Beschreibung, ein Bild und einen Produkttitel angeben. 

Schritt 3: Zahlungslink erstellen

Nachdem du das Produkt in Stripe erstellt hast, kannst du einen so genannten Zahlungslink erstellen. Dieser Link ist dann eine Art Kasse, an der du genau dieses Produkt an deinen Kunden verkaufen kannst.

Beim Erstellen des  Zahlungslinks findest du auch unter „Erweiterte Einstellungen“ die Möglichkeit der Umleitung. Hier ist es extrem WICHTIG, dass du diese Umleitung auf den Link deines Onboardings setzt. Dieser muss natürlich in Notion freigegeben werden.

Wenn du den Zahlungslink öffnest müsste es dann genauso aussehen wie auf dem Bild. Die Kunden können nun dein Produkt kaufen. Denn sobald sie eine Zahlung über den Link durchführen, werden sie anschließend auf deine Onboarding Page umgeleitet. Bevor du das ganze Live testest, solltest du selber eine Zahlung durchführen und gucken, dass alles klappt. 

Schritt 4: Zahlungslink vermarkten

Du bist nun fertig. Die Technik im Hintergrund funktioniert. Wenn Kunden auf den Link zur Zahlungsseite klicken, können sie das Produkt kaufen, werden zur Onboarding Seite geleitet und können von da aus das Produkt in Anspruch nehmen. 

Doch der Link ist nicht einfach so zu finden. Beispielsweise sieht der Zahlungslink zum ABO von PCA folgendermaßen aus:

https://buy.stripe.com/9AQ6rgfcb9Ag4AU148

Diesen Link findet keiner bei Google oder gibt ihn ein. Also musst du ihn auf verschiedene Arten und Weisen vermarkten. Dabei kannst du ihn direkt in deine Website integrieren, bei Instagram oder TikTok reinsetzen, ihn unter deine YouTube Videos setzen, eine Ads Kampagne darauf laufen lassen und noch so viel mehr machen, um deine Kunden dazu zu bewegen dein Produkt über den Zahlungslink zu kaufen. 

Der Weg, den ich meistens gehe ist der einer separaten Landingpage. Also einer Website, die den einzigen Zweck hat, Informationen über das Produkt zur Verfügung zu stellen und anschließend auf den Zahlungslink zu verweisen. Diese Variante kostet zwar etwas mehr Aufwand. Allerdings ist der ROI (Return on invest) wesentlich höher als wenn du einfach nur einen Zahlungslink mit deinen potenziellen Kunden teilst.  

Schritt 5: Passives einkommen

Nachdem du deine ersten Produkte verkauft hast und merkst, dass das System gut funktioniert und deine Kunden zufrieden sind, kannst du dein Business skalieren. Ab diesem Punkt beginnt mehr oder weniger das so genannte Passive einkommen. Denn nun kannst du anfangen Verkäufer einzustellen, die dein Produkte für dich verkaufen. Du kannst Agenturen beauftragen Ads auf dein Produkt zu schalten und für dich das Marketing zu übernehmen. Nach kurzer Zeit wirst du durch diesen kleinen und schnell zu erstellenden Online Shop ordentlich Geld verdienen. Und das beste ist, dass es kein Ende gibt. 

Du kannst jederzeit ein zweites oder drittes Produkt mit eigenem Zahlungslink rausbringen. Alles kein Problem mit dem System, welches wir grade in diesem Artikel aufgestellt haben.  

Nachteile vom System

Vielleicht fragst du dich, warum das nicht alle so machen, wenn es so gut funktioniert und einfach ist. Das ist ziemlich einfach. Viele brauchen ein Warenwirtschaftssystem oder ein Inventar. Manche kennen Notion oder Stripe garnicht und wiederum andere geben lieber etwas Geld aus und nutzen dann Shopify. 

Natürlich gibt es aber auch klare Nachteile. Der größte liegt darin, dass du keinen Warenkorb hast. Es ist also super, wenn deine Kunden maximal ein Produkt gleichzeitig kaufen wollen. Sollten Sie wie bei H&M Shoppen gehen wollen, ist unser System nicht für dein Business geeignet. Dann empfielt sich tatsächlich WooCommerce oder Shopify als Online Shop.

Fazit

Grundsätzlich ist unser Tool für jeden Gründer und Unternehmer etwas, der sich ausprobiere will. Für alle, die keine tausenden Euros für einen Online Shop ausgeben wollen. Für alle, die nicht so technisch affin sind und eine einfache Lösung für ihren Shop brauchen.

Das System ist skalierbar und damit eine echte Alternative zu einem herkömmlichen Online Shop. Es bringt viele Vorteile und wenige Nachteile mit und ist daher auf jeden Fall einen Blick wert. 

Solltest du das Konzept spannend finden aber das nicht selber umsetzen wollen, würde ich dir gerne dabei helfen. Schreib mir dazu einfach auf Instagram eine Nachricht. Ich werde mich dann schnell bei dir melden. Anschließend gucken wir, wie konkret ich dir helfen kann. 

Natürlich würde mich auch Feedback zum Artikel extrem freuen. Schreibt mir auch dazu gerne auf Instagram, da das meine einzige Chance ist, Feedback von euch zu diesen Artikeln zu bekommen. Schreibt mir auch gerne Themen mit denen ich mich befassen soll und zu denen ich Artikel schreiben soll. Dann mache ich das super gerne für euch. 

Ich freue mich auf eure Nachrichten und wünsche euch jetzt extrem viel Erfolg mit eurem Business und in eurem Leben.  

 

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