Der WLAN-Stick

Jede Geschichte hat in einem bestimmten Moment ihren Anfang. Meine Geschichte begann mit einem WLAN-Stick.

Mein Name ist Ben. Meine Geschichte begann, als ich 16 Jahre alt war. Ich saß in Sprockhövel, einer kleinen Stadt bei Wuppertal, an meinem Schreibtisch. Einem weißen Eck-Schreibtisch auf dem meine Zwei Monitore standen. Ich spielte ein Computer Spiel online mit ein paar Freunden. Es gab nur ein kleines Problem. Es war 02:00 nachts und am nächsten Tag war Schule. Doch mich kümmerte diese Tatsache zu diesem Zeitpunkt nicht sonderlich. Das sollte sich aber jeden Moment ändern.

Mit 16 Jahren hatte ich meine damalige Leidenschaft bereits ...

Mit 16 Jahren hatte ich meine damalige Leidenschaft bereits gefunden. Ich war in der 11 Klasse, belegte den Informatik Leistungskurs und hatte vor, an einer renommierten Universität Informatik zu studieren. Gemeinsam mit Felix Wohlfart, einem Freund, mit dem ich immer noch sehr gut befreundet bin, lieferte ich mir zu dem Zeitpunkt bereits seit mehreren Jahren einen „Kampf um die beste Website“. Immer wieder forderten wir uns gegenseitig heraus. Wir übertrumpften uns, nutzen neue Tools und wurden so immer besser im Erstellen von Websites. Die Tatsache, dass ich im Informatik LK zusätzlich lernte, wie das Programmieren von Java, C# und VBA funktionierte, förderte diesen „Kampf“ nur noch mehr.

Ein Jahr zuvor hatte ich die Welt von GedankenTanken (heute Greator) entdeckt. Die Kunst des freien Redens war mir schon seit Beginn meiner Schulzeit nicht fremd. Präsentationen hielt ich schon immer mit voller Begeisterung. Doch bei GedankenTanken lernte ich Redner wie Tobias Beck, Stefan Frädrich und viele weitere großartige Persönlichkeiten kennen, die mich unheimlich inspirierten. Zusätzlich entwickelte ich mit 15 Jahren ein großes Interesse für die Astro- und Quantenphysik. Die Leidenschaft wurde geschürt, als ich mit meiner Oma auf ihrem braunen zerknautschten Sofa saß und wir gemeinsam im Fernsehen eine Dokumentation über Planeten und Sterne schauten. Diese Dokumentation inspirierte mich und das erste Mal in meinem Leben entwickelte ich eine Leidenschaft. Eine Leidenschaft die zu bessere Noten, Interesse an Physik und Chemie sowie einem leidenschaftlichen Interesse für weiterbildende Videos führen sollte.

Eine Runde GTA Online

Mit diesen Voraussetzungen saß ich nun an diesem Abend in meinem Zimmer auf meinem Schreibtischstuhl und spielte mit meinen Freunden GTA Online. Bei einem solchen Spiel ist der intensive Austausch über den Ablauf des Spiels, was so viel bedeutet, wie sehr lautes Ärgern darüber, dass Felix schon wieder gewonnen hatte, völlig normal. Doch das empfanden meine Eltern um 02:00 Uhr nachts nicht so. Aus heutiger Sicht völlig verständlich.

Als ich erneut gegen Felix verloren hatte, regte ich mich vielleicht etwas zu laut auf. Denn kurze Zeit später hörte ich ein Geräusch. Vielleicht kennst du diese Geräusche, bei denen man sofort zur Sandsäule erstarrt. In meinem Fall ist es bis heute das Klappern des Briefkastens, das durch den Luftzug der Flur-Tür, auf dem Weg in mein Zimmer ertönt.

Auch in diesem Moment erstarrte ich. Mir gingen tausend Gedanken durch den Kopf. Doch diese lassen sich mit einem Wort zusammenfassen: „Fuck“. Denn ich wusste genau was jetzt kommen würde.

Mein Vater stand in der Tür. Wütend, müde und vor allem genervt. In mir stiegt eine Angst hoch. „Jetzt gibt es Ärger“, dachte ich. Doch der kam nicht. Jeder Ärger wäre berechtigt gewesen. Jedes Wort und jedes Gefühl. Doch was dann kam, triggerte meinen inneren Drang in jedem Moment ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Bereits seit ich 13 Jahre alt war, bekam ich regelmäßig Computer-Verbot...

Bereits seit ich 13 Jahre alt war, bekam ich regelmäßig Computer-Verbot. Das hieß, ich durfte nicht an den Computer. In einem sehr extremen Fall wurde er sogar abgebaut, sodass ich mein gesamtes damals schon nicht ganz geringes Setup nicht mehr nutzen durfte und konnte. Vielleicht denkst du jetzt, dass das doch kein Problem sei. Mit 13 oder 14 braucht man doch nicht unbedingt einen Computer. Ich brauchte ihn schon. Über meinen PC hatte ich Kontakt zu meinen Freunden, ich ging meiner Leidenschaft, dem Spielen irgendwelcher Computerspiele nach und schaute Filme über meinen PC. Ich nutze ihn als Arbeits-, Freizeit und Ablenkungsmaschine. In gewisser Hinsicht war ich abhängig.

Da meine Eltern auch nicht genau wussten, wie sie damit umgehen sollten, führten sie Computer-Zeiten ein. Ein Tipp an alle Eltern. Wenn ihr etwas limitiert, aber dennoch zugänglich macht, werde Menschen wie ich alles tun, um die Regeln auszudehnen, zu brechen oder zu erweitern. Genau das tat ich auch, was regelmäßig zu Streit führte. Genau in dieser Zeit wurde mein Sinn nach Selbstbestimmung geschürt. Da ich nie an mir gezweifelt hatte, verstand ich somit auch nicht, warum ich dann nicht meinen Computer benutzen durfte. Ich verstand diese Maßnahme wirklich nicht. Heute kann ich meine Eltern verstehen. Wenn ihr Kind den ganzen Tag am PC hockt, sollte das unterbunden werden. Ich denke ein effektiverer Weg wäre es gewesen mich einfach machen zu lassen. Ich hätte wahrscheinlich selbst gemerkt, dass alle Spiele durchzuspielen mich nicht glücklicher machen würde. Doch mein Sinn nach Freiheit und Selbststimmung wäre ohne diese Zeit niemals so intensiv ausgeprägt worden.

Nerd

Ja, ich bin ein Nerd. Ich bin Gamer. Ich bin Programmierer und liebe neue Technik. Doch grade das macht mich auch besonders. Ich ziehe mein Ding durch. Und wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann ziehe ich es bis zum Schluss durch. Auch in Herausforderungen mit meinen Partnern. 

„Gib mir den W-LAN Stick“

Mein Vater stand nun an der Tür. Ich rechnete allerdings nicht mit einem Verbot. Ich war schließlich mit 16 Jahren kein Kind mehr. Meinen Computer hatte ich mir von meinem Konfirmationsgeld gekauft und selbst zusammengebaut. Die Maus und Tastatur hatte ich selbst erspart und meinen WLAN-Stick, ohne den ich kein Internet hatte und somit von meinen Freunden abgeschnitten war, hatte ich mir mühsam durch mehrfaches Rasenmähen selbst erarbeitet und dann gekauft.

Doch genau diesen WLAN-Stick wollte mein Vater haben. Mit den Worten: „Gib mir den WLAN Stick“ triggerte er mich und einen meiner Kernwerte immens. Er wollte wahrscheinlich einfach nur Ruhe haben. Sehr verständlich. Meine Reaktion war jedoch nicht so verständnisvoll. Ich rebellierte, regte mich auf, war wütend. Wie kann mein Vater mir nur mein „Eigentum“ wegnehmen? Ich werde hier in meiner Unabhängigkeit beschränkt. Ich will das nicht. Ich hasse es hier. Warum kann ich nicht einfach ausziehen und alleine Leben? Wann bin ich endlich wirklich unabhängig?

Diese Gedanken und viele weitere Schossen mir durch den Kopf. Retriggert riss ich den Stick aus meinem Computer und klatschte ihn meinem Vater in die Hand. Wutschnaubend drehte ich mich um und legte mich in mein Bett. Mein Vater ging wortlos aus meinem Zimmer.

Wie soll es weitergehen?

Doch das sollte nicht das Ende der Geschichte oder gar der Nacht werden. Ich konnte einfach nicht einschlafen. Irgendwann war es 03:00 Uhr, 03:30, 04:00 Uhr. Ich machte kein Auge zu. In meinem Kopf drehten sich die Gedanken. Und dann kam eine Frage. Die Frage, die mein Leben und das vieler anderer Menschen von jetzt auf gleich völlig veränderte.

Wie kann ich es schaffen, unabhängig zu sein?

Diese Frage ändert alles. Denn statt sich aufzuregen und zu leiden, suchte ich nun nach Lösungen. Ich beschreibe im Folgenden meinen Denkprozess, der in dem Moment einsetze, indem ich mir die Frage stellte. Die Fragen sind in der „Du-Form“ geschrieben, weil ich schon immer in der „Du-Form“ mit mir selbst geredet und mir Fragen gestellt habe und es bis heute mache. Eine Eigenschaft, die grade beim eigenen Hinterfragen und Reflektieren unglaubliche Vorteile hat.

Ich brauche Geld. Woher bekommst du Geld? Durch Arbeit. Was sollst du denn Arbeiten? Kellnern, bei Rewe, es gibt tausende Möglichkeiten. Irgendjemand stellt mich schon ein. Ich will aber unabhängig und frei sein. In einer solchen Arbeit sagt mir ja nur noch jemand was ich zu tun hab. Ich könnte doch auch meine Fähigkeiten verkaufen. Welche Fähigkeiten denn? Ich kann doch Programmieren, Websites bauen und gut mit Menschen reden. Und wer würde das Kaufen? Irgendjemand wird es schon nehmen. Gibt doch genug da draußen mit schlechten Websites. Aber wie sollten die dich denn finden? Ich könnte bei Rewe einen Aushang machen oder auf einer Internetplattform wie eBay oder so. Gibt es Anzeigen für Webdesign bei eBay Kleinanzeigen? Ja genau. Da könnte ich super eine Anzeige schalten und gucken, ob sich jemand meldet.

Webdesign

Auch heute mache ich für ausgewählte Projekte noch Websites. Die Qualität hat sich jedoch wesentlich verbessert. Ich in viel schneller geworden und habe mehr Erfahrung im Design und im Branding bekommen. Mir macht es extrem Spaß Neues zu erschaffen. Auch damals schon. 

Der erste Auftrag

Die Idee war in meinem Kopf. Völlig euphorisiert sprang ich aus meinem Bett, ging zum iPad meiner Mutter, welches ich mir für solche Notfälle in mein Zimmer gelegt hatte und öffnete eBay Kleinanzeigen. Leider weiß ich nicht mehr, wie der genaue Anzeigentext lautete. Auch auf eBay finde ich die Anzeige leider nicht mehr. Dennoch scheint sie wirklich gut gewesen zu sein, denn am nächsten Tag meldete sich direkt ein erster Interessent bei mir. Ich sollte eine Website für eine kleine Firma erstellen, die mir 1000€ für die Erstellung geben wollte. Mit Integration von GPS-Daten und allem was dazugehört. Völlig überfordert und gleichzeitig übermüdet, da ich gewissermaßen in der Nacht nur eine Stunde geschlafen hatte, lehnte ich den Auftrag dankend ab. Ich war mir unsicher, ob ich wirklich in der Lage gewesen wäre, eine solche Website zu erstellt. Aus heutiger Sicht, die richtige Entscheidung. Wäre der erste Auftrag in die Hose gegangen, hätte ich meine Karriere abgebrochen, bevor sie begonnen hätte.

Zwei Wochen später, ich hatte mich mit meinen Eltern wieder vertragen und hatte die eBay Anzeige schon fast vergessen, meldete sich eine Studentin bei mir. Sie bot mir an mir 150€ zu geben, wenn ich ihr einen Fashion Blog erstelle, über den Sie selbstständig Inhalte einbauen und die Website ändern könne. Das war meine Chance. Und diese nutze ich auch. Nach einem Monat, vielen E-Mails und einem Telefonat, bei dem ich so nervös war wie vor meinem ersten Date in der elften Klasse, war die Website fertig. 150€ wurden auf mein Konto überwiesen. Der Stundenlohn betrug bei diesem Projekt runtergerechnet ca. 4€ aber ich war einfach nur stolz, mit meinen Skills, meiner Akquise und aus eigenem Antrieb 150€ verdient zu haben. Die Website gibt es heute noch unter genau dem gleichen Namen und mit dem damals von mir gebauten Layout.

Nach diesem Auftrag folgte der nächste, eine Zusammenarbeit mit einer Firma aus Hamburg, mit einem Versicherungskaufmann, vielen kleinen Firmen und auch sehr komischen Menschen, die man so über eBay kennenlernen kann.

Bis zum Beginn meines Studiums war ich Webdesigner und lernte eine unglaubliche Menge über das Unternehmertum, Steuern, Gewerbeanmeldung, Vertrieb, Marketing und unzählig viele weitere Themen, die mir heute alle helfen Menschen zu unterstützen, die so sind wie ich damals. Denn eines hatte ich nicht. Ich hatte keinen Mentor. Ich hatte niemanden, der mir hätte sagen können, dass das was ich grade mache absoluter Bullshit ist. Denn aus heutiger Sicht hätte ich so viel schneller sein und mein Unternehmen viel professioneller aufbauen können. Doch diese Zeit war wichtig. Ich bin ein Macher. Ich denke nicht zu viel nach, sondern probiere einfach mal was aus. Und das hat sich bis heute nicht geändert. Nur aus diesem Grund konnte ich damals so schnell die Aufträge an Land ziehen und für meine Kunden umsetzen.

Let´s go

Die Fähigkeit Dinge schnell und effizient umzusetzen, habe ich bis heute. Meine Kunden profitieren sehr stark von dieser Fähigkeit. Denn Sie können in kürzester Zeit mit Resultaten rechnen. Egal, ob es eine Entwicklung oder eine Strategie ist. In der Regel habe ich nach wenigen Tagen erste Ergebnisse. 

Ein großes DANKE

An dieser Stelle möchte ich meinen Eltern einmal danken. Sie haben mich jederzeit bei meiner Selbstständigkeit unterstützt. Sie haben dafür gesorgt, bewusst oder unbewusst, dass meine Werte sich unglaublich intensiv ausprägen können. Hätte mein Vater damals nicht meinen WLAN-Stick weggenommen, wäre mein gesamtes Leben anders verlaufen. Wahrscheinlich wäre ich jetzt in Aachen oder Augsburg und würde Informatik studieren und mein Leben mit Lernen verbringen. Stattdessen lebe ich MEIN Leben. Ein Leben, das ich mir selbst erschaffe. Jeden Tag aufs Neue erlebe ich großartiges. Egal ob im Greator Coaching, mit den Menschen, die ich dort kennengelernt habe, mit Julian, den ich im Studium kennengelernte, mit Felix, Adrian oder Bene.

Ich glaube, dass ich über die Zeit und je länger ich von zuhause ausgezogen bin, eine immer stärkere Bindung zu meinen Eltern aufbaue. Auch wenn sie mich aufgeregt, genervt und immer wieder getriggert haben, bin ich heute glücklich und lebe ein Leben, dass ich liebe.

Ich glaube, dass ich über die Zeit und je länger ich von zuhause ausgezogen bin, eine immer stärkere Bindung zu meinen Eltern aufbaue. Auch wenn sie mich aufgeregt, genervt und immer wieder getriggert haben, bin ich heute glücklich und lebe ein Leben, dass ich liebe.

Der WLAN-Stick hat mein Leben verändert. Es ist der Grund dafür, dass du diesen Text lesen kannst. Der Grund, dass es diese Website gibt. Der Grund, dass ich unfassbar vielen Menschen auf großartige Art und Weise helfen darf das eigene Leben zu gestalten und zu verändern. Oftmals denken wir, dass eine große Wirkung auch große Ursachen haben muss. Doch es sind meistens die kleinen Ereignisse, die über die Zeit zu einem wundervollen und kraftvollen Ergebnis führen.

Meine Story

Das war die Story, wie ein W-LAN Stick mein ganzes Leben verändert hat. Wenn du auch eine solche Story erleben willst, dann schau in meine Angebote. Dort findest du verschiedene Möglichkeiten, wie ich dir auf deiner Reise mit meinen Skills, meiner Erfahrung und meiner Expertise helfen kann.